Pharmabranche

Bei der Branchenbetrachtung für die Chemiebranche wurden die Unternehmen Boehringer Ingelheim, Merck und Schering berücksichtigt. Die Performance dieser Unternehmen wurde auch zur Ermittlung des Branchenbenchmarks, also der branchendurchschnittlichen Ressourceneffizienzen herangezogen. Daraus ergeben sich für den Betrachtungszeitraum von 2002 bis 2004 die folgenden Werte:





SV - Benchmark Pharmabranche

Zieht man die durchschnittlichen Ressourceneffizienzen der drei betrachteten Pharmaunternehmen als Benchmark heran, zeigt sich, dass Boehringer Ingelheim im Jahr 2004 erstmals vor Schering liegt. Merck schafft es im direkten Vergleich mit Boehringer Ingelheim und Schering nicht, einen positiven Sustainable Value zu erzielen.




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EKV - Benchmark Pharmabranche

Wenn man die Größe der Unternehmen berücksichtigt, indem man das Ertrags-Kosten-Verhältnis des Ressourceneinsatzes bildet, zeigt sich, dass Boehringer Ingelheim und Schering ihre Ressourcen im Jahr 2004 ungefähr gleich effizient einsetzten. In Tabelle 21 liegt Schering im Jahr 2004 allerdings vor Boehringer Ingelheim, da die dritte Nachkommastelle des Ertrags-Kosten-Verhältnisses von Schering größer ist. Im direkten Vergleich zwischen Schering und Boehringer Ingelheim und Merck zeigt sich, dass sich der Effizienzunterschied zwischen Schering und Boehringer Ingelheim einerseits und Merck andererseits lediglich auf den Faktor 1,5 beläuft. Diesen Wert erhält man, indem man die Ertrags-Kosten-Verhältnisse der Firmen als absolute Zahl kalkuliert und teilt (1,4/0,9=1,5).




Aufgrund der geringeren Anzahl der im Benchmark berücksichtigen Unternehmen ist der errechnete Benchmark hier recht volatil. Veränderungen in der Performance einzelner Unternehmen schlagen recht stark auf den Benchmark durch. Bei der Interpretation der Ergebnisse muss dies berücksichtigt werden, um Fehlschlüsse zu vermeiden. Dieser Effekt lässt sich am Beispiel von Boehringer Ingelheim zeigen. Das Unternehmen reduzierte seine SOX-Emissionen im Jahr 2004 um fast 75% und konnte sich somit im positiven Bereich im Vergleich zu Schering und Merck platzieren. Die Reduzierung der SOx-Emissionen führte gleichzeitig zu einer Verbesserung der Benchmarkeffizienz für SOx um 130%. Das Beispiel zeigt aber auch, dass es bei gegebener Sorgfalt dennoch möglich ist, Rückschlüsse aus der Entwicklung der Zeitreihen und den Daten der Unternehmen zu ziehen.


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